Gesundheit, Krankheit und Sucht

Aus Familienportal
Wechseln zu: Navigation, Suche

Für Maßnahmen, die die Gesundheit Ihrer Familie stärken, informieren Sie sich zum Beispiel bei Ihrer Krankenkasse, beim Gesundheitsamt oder im Internet.

Früherkennung

Zweck der Früherkennungsuntersuchungen ist die Erkennung von Krankheiten, die die normale körperliche oder geistige Entwicklung des Kindes in nicht geringfügigem Maße gefährden. Früherkennung ist häufig Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

⇒ Infos und Lesetipps:

  • „Gesund groß werden“ - Eltern-Ordner zum gesunden Aufwachsen und zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder U1-U9 und J1, zu beziehen bei: Landratsamt Bamberg, Fachbereich Gesundheitswesen

Krankheit des Kindes

Wenn Ihr Kind krank ist und deshalb nicht zur Schule oder in den Kindergarten gehen kann, stellt sich für Sie, wenn Sie berufstätig sind, das Problem, wer Ihr Kind betreut.

Freistellung von der Arbeit zur Pflege kranker Kinder

Sie haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit, wenn

  • es aufgrund einer ärztlichen Bescheinigung erforderlich ist, dass Sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege Ihres erkrankten Kindes der Arbeit fernbleiben müssen
  • eine andere im Haushalt lebende Person diese Aufgabe nicht übernehmen kann
  • das Kind das 12.Lebensjahr nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist (§ 45 Abs. 1 SGB V).

Auf Antrag zahlt die gesetzliche Krankenkasse dem Versicherten für die Zeit der Freistellung Krankengeld.

Dieser Anspruch auf Krankengeld besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für zehn Arbeitstage pro Elternteil, jedoch insgesamt maximal 25 Arbeitstage pro Elternteil.

Für Alleinerziehende besteht dieser Anspruch für 20 Arbeitstage pro Jahr und Kind, bei mehreren Kindern maximal 50 Arbeitstage im Jahr (§ 45 Abs. 1 SGB V).


Unbezahlter Urlaub

Haben sie Ihren Anspruch ausgeschöpft, besteht die Möglichkeit, Ihren Arbeitgeber oder Ihr zuständiges Personalamt um unbezahlten Urlaub zu bitten. Eine gesetzliche Regelung besteht dafür allerdings nicht.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:
Ihrem Arbeitgeber
Ihrer Krankenkasse

Kinderkrankenpflege

Wenn Sie eine ambulante Kinderkrankenpflege benötigen, wenden Sie sich bitte an:
Visit - Ambulante Kinderkrankenpflege

Laurenzistraße 30, 96049 Bamberg
Tel. 0951 965320
Email
Link

Stationäre Betreuung

Wenn dies aus medizinischer Sicht als notwendig erscheint, finanziert die Krankenkasse die Mitaufnahme einer Begleitperson ins Krankenhaus. Die Notwendigkeit besteht dann, wenn dies unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses für eine nach Art und Schwere der Erkrankung des Kindes medizinisch zweckmäßige, ausreichende Versorgung notwendig ist.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Krankenkassen

Kinderkuren

Wenn Ihr Kind zur Kur soll oder muss, sollten Sie dies zunächst gemeinsam mit Ihrem Arzt abklären. Mit ihm können Sie auch abklären, ob eine Mutter-Kind-Kur geeigneter wäre.

Spezielle Kinderkuren vermitteln folgende Stellen:

Caritas-Beratungshaus Geyerswörth
Geyerswörthstraße 2, 96047 Bamberg
Link

Caritasverband für den Landkreis Bamberg e.V.
Josefstraße 65, 96052 Bamberg
Tel. 0951 98180-0; Fax 0951 98180-40
Email
Link

Caritasverband für den Landkreis Bamberg e.V.
Ansprechpartner: Frau Röhlich, Herr Görrißen
Tel. 0951 98180-0; Fax 0951 98180-40
Email
Link

Diakonisches Werk Bamberg-Forchheim e.V.
Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit
Memmelsdorfer Straße 128, 96052 Bamberg
Tel. 0951 93221-231, -236, -237
Fax 0951 93221-234
Email

Krankheit der Eltern

Familienpflege/Haushaltshilfe

Wenn die Mutter krank ist, haben Familien mit Kindern unter zwölf Jahren Anspruch auf Familienpflege/Haushaltshilfe. Viele Krankenkassen gewähren diesen Anspruch bis zum Beginn des 14. Lebensjahres. Dies gilt auch für den kranken Vater, wenn er die Kinder erzieht und den Haushalt führt. Die Familienpflegerin betreut die Kinder, führt den Haushalt und unterstützt die Familien dabei, in dieser schwierigen Situation zurechtzukommen.

Familienpflege/Haushaltshilfe kommt zum Einsatz:

  • wenn die Mutter im Krankenhaus, in einer Reha-Maßnahme oder auf Kur ist
  • wenn die Mutter krank zuhause ist und Kinder und Haushalt nicht versorgen kann
  • bei Risikoschwangerschaft und nach der Entbindung
  • wenn die Mutter vorübergehend körperlich oder seelisch überfordert ist
  • in besonders schwierigen Situationen, zum Beispiel bei Alleinerziehenden oder wenn es darum geht, Familienmitglieder zu entlasten, die Behinderte oder chronisch Kranke pflegen

Familienpflege ist eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen, die vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse genehmigt werden muss.

Bei Krankenhausaufenthalt und anderen stationären Behandlungen ist Familienpflege eine Pflichtleistung der Kassen. Wenn die Mutter krank zuhause oder in ambulanter Behandlung ist, ist Familienpflege eine freiwillige Leistung der Kassen, die in der Satzung geregelt ist. Die Leistungen der Kassen unterscheiden sich hier deutlich. (Eine aktuelle Übersicht findet sich unter www.familienpflegewerk.de/Informationen für Familien/Satzungsleistungen der Krankenkassen).

Die Familien selbst leisten eine Zuzahlung. Bei Einsätzen rund um Schwangerschaft und Geburt sind Familien von der Zuzahlung befreit. Beihilfeberechtigte bekommen die Kosten zum Teil erstattet.

In der Familienpflege/Haushaltshilfe arbeiten staatlich anerkannte Familienpflegerinnen und Fachkräfte ohne pflegerische Ausbildung wie Hauswirtschafterinnen oder Kinderpflegerinnen – je nach Familiensituation.

Familienpflegerinnen und Familienhelferinnen werden vermittelt von:
Auxcarmina, Carmen Felber

Lindenstraße 3, 96117 Memmelsdorf
Tel. 09542 921563

Haushaltsperlen - Zentrale für Haushaltshilfen

Heinrich-Weber-Platz 10, 96052 Bamberg
Tel. 0951 4081317
Mobil (am Wochenende) 0178 7153174
Email

Familiendienstleistungen, Anni Koch

Buchenweg 14, 96163 Gundelsheim
Tel. 0951 9750496
Email

Familienpflegewerk des Bayerischen Landesverbandes des KDFB e.V.

Station Bamberg B. Schramm
Gräfenhäusling 1a, 96196 Wattendorf
Tel. 09504 923358
Fax 09504 923359
Email
Link

Maschinen- und Betriebshilfe Fränkische Schweiz

Hauptstraße 34, 91332 Heiligenstadt
Bürozeiten: 8:00 - 16:30 Uhr (Bitte Anrufbeantworter nutzen)
Tel. 09198 377
Email
Link

Ring für Familiendienstleistungen

Anja Sauer
Abtsdorfer Mühle 1, 96158 Frensdorf
Tel. 09502 92 54 744
Fax 09502 92 53 844
Email
Frau Eichhorn
Wildensorgerstraße 12, 96135 Stegaurach
Tel. 0951 296962
Email
Link

Adressen sind auch über die jeweilige Krankenkasse erhältlich.

Bei persönlichen und sozialen Problemen im Zusammenhang mit Ihrer Krankheit und
für einen nahtlosen Übergang von der Klinik nach Hause können Sie sich wenden an:

Betreuungs- und Beratungszentrum der Sozialstiftung Bamberg
Buger Straße 80, 96049 Bamberg
Leitung: Beate Farnbacher-Lissy
Tel. 0951 50313501
Email
Link

Mutter-Kuren / Mutter-Kind-Kuren / Vater-Kind-Kuren

Mütter (bzw. Väter) in Familienverantwortung sind in ihrem Alltag zahlreichen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Diese können zu schweren Erschöpfungszuständen, gesundheitlichen Störungen und Schädigungen sowie psychosomatischen und psychischen Erkrankungen führen bzw. diese entscheidend mitbedingen und einen Kuraufenthalt notwendig machen.

Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Frauen (und Männer) in Familienverantwortung sind seit dem 01.04.2007 Pflichtleistungen der Krankenkassen, wenn sie medizinisch erforderlich sind. Der Gesetzgeber hat klargestellt, dass der Grundsatz „ambulant vor stationär“ nicht anzuwenden ist.

Bei Bedarf besteht alle vier Jahre Anspruch auf eine Kur. Diese dauert in der Regel drei Wochen und kann in begründeten Fällen auf vier Wochen verlängert werden.

Berufstätige Kurteilnehmerinnen werden für den Zeitraum der Kur von der Arbeit freigestellt. Es erfolgt keine Anrechnung auf den Jahresurlaub.

Vielleicht stehen Sie vor der Frage: „Fahre ich alleine oder nehme ich mein Kind mit zur Kur?“ Sicherlich werden Sie sich besser erholen, wenn Sie ohne Ihr/e Kind/er zur Kur fahren. Dennoch gibt es immer wieder Situationen, in denen es notwendig ist, die Kinder mitzunehmen, sei es, dass Sie keine ausreichende Betreuung für die Dauer der Kur finden (LINK zu Kapitel 16.3.1 Familienpflege/Haushaltshilfe) oder Ihr Kind selbst kurbedürftig ist. Bei der Frage, welche Kurform (Mutter-Kur oder Mutter/Vater-Kind-Kur) für Sie die geeignete ist und wie Familienangehörige zu Hause versorgt werden können, beraten Sie ausführlich die Kurvermittlungsstellen (siehe Infokasten). Diese helfen Ihnen, den richtigen Kurplatz zu finden, die Finanzierung abzuklären und sonstige Fragen, die mit einem Kuraufenthalt zusammenhängen, zu lösen.

Unter den verschiedenen Kurangeboten gibt es auch Sonderkuren für Alleinerziehende, in denen speziell auf die Problemlagen von Alleinerziehenden eingegangen wird.

Wenn Sie eine Kur brauchen, sollten Sie sich grundsätzlich möglichst früh mit einer Kurvermittlungsstelle in Verbindung setzen.

Folgende Vermittlungsstellen stehen Ihnen zur Verfügung:

Caritas-Beratungshaus Geyerswörth - Allgemeine Soziale Beratungsstelle/Eltern-Kind-Kuren
Ansprechpartner: Klaus Will
Tel. 0951 29957-21
Email

Caritasverband für den Landkreis Bamberg e.V.
Ansprechpartner: Frau Röhlich, Herr Görrißen
Tel. 0951 98180-0; Fax 0951 98180-40
Email
Link

Diakonisches Werk Bamberg-Forchheim e.V. - Kirchliche allgemeine Sozialarbeit
Tel. 0951 93221-231, -236, -237
Ansprechpartner:
Frau Peterson Email
Frau Iffland Email
Frau Strunk Email

AWO Bamberg - Mutter/Vater-Kind-Kur-Beratungsstelle
Adolf-Mächtler-Straße 2, 96052 Bamberg
Tel. 0175 5494366
Montag, 9:00 - 11:00 Uhr
Email

Beratung über spezielle Mutter-Kind-Kuren und Familienkuren
für Familien mit geistig und mehrfach behinderten Kindern:
Behindertenseelsorge in der Erzdiözese Bamberg

Bachfeldstraße 9, 91058 Erlangen
Tel. 09131 64372 (Pfr. Siegfried Firsching)
Tel. 0911 676861 (ursula Pöllmann-Koller)
Email

Seelische Gesundheit

Kaum eine Behinderung ist so sehr mit vagen und diffusen Vorstellungen verbunden wie eine psychische Erkrankung. Es kann jeden Menschen treffen. In Deutschland leiden mehr als acht Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung. Oft tritt sie in einer schwierigen Lebensphase auf und kann sich sehr unterschiedlich äußern, wie z.B. durch Schlafstörungen, Leistungsabfall, Niedergeschlagenheit oder Ängste, bis hin zu Panikstörungen. Seelische Erkrankungen zeigen sich auch als Störungen

  • des Denkens und der Konzentration
  • des Antriebes, der Motivation
  • des Gefühlserlebens
  • der Fähigkeit zu eigenständigem Handeln
  • der Kommunikation
  • der Teilhabe am sozialen Leben

Betroffene verschweigen oft ihre Probleme aus Sorge um den Arbeitsplatz oder aus Angst vor Ausgrenzung und Unverständnis.

Für seelische Störungen gilt aber ebenso wie für körperliche Erkrankungen: Sie sind behandelbar und die Prognose ist umso besser, je früher die Therapie beginnt.

Hilfe finden Sie bei folgender Anlaufstelle:
OASE Sozialpsychiatrischer Dienst - Beratung und Begegnung

Luitpoldstraße 28, 96052 Bamberg
Tel. 0951 98210-0
Fax 0951 98210-41
Email
Link

Angebote der OASE für Familien:

Gruppenangebot „Familienzeit“ für psychisch belastete Eltern mit ihren Kindern Dienstag 10.00 – 12.00 Uhr

Begleitete Selbsthilfegruppe „Krise nach der Geburt“ Dienstag 10.30 Uhr

Informationen zu Gesundheits-Vorträgen und ehrenamtlicher Unterstützung von Patienten finden Sie bei:
Förderverein Patientenclub-Besucherdienst e.V.

St.-Getreu-Straße 22, 96049 Bamberg
Postfach 110245, 96030 Bamberg
Tel. 0951 5193029
Email
Link

Suchtkrankheit

Der Weg in eine Abhängigkeit verläuft vom sogenannten normalen Gebrauch über den Missbrauch bis hin zur Abhängigkeit.

Gewöhnung, Dosissteigerung und Kontrollverlust sind Bestandteile der Abhängigkeit. Hieraus entwickelt sich die psychische und im weiteren Verlauf auch die körperliche Abhängigkeit vom Suchtmittel. Sucht ist eine Krankheit und keine Charakter- oder Willensschwäche.

Informationen und Hilfe finden Sie bei folgenden Anlaufstellen:

Landratsamt Bamberg, Fachbereich 23 - Gesundheitswesen/Suchtberatung
Ludwigstraße 25, 96052 Bamberg
Tel. 0951 85-651

Caritas-Beratungshaus Geyerswörth - Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und deren Angehörige
Tel. 0951 29957-40
Fax 0951 29957-84
Email

Selbsthilfegruppen für Suchtkranke erfragen Sie bei:

AWO Bamberg - Selbsthilfebüro
Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen

Theatergassen 7, 96047 Bamberg
Tel. 0951 91700940
Fax 0951 91700938
Email
Link